21) Jeanine (23) schrieb am 12.1.2003
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Ich habe eigentlich nur positive Erinnerungen an damals. Besonders schön fand ich immer den Fahnenappell, die Pioniernachmittage und den Besuch bei der Patenbrigade! Auch fand ich, wenn man es mit der heutigen Zeit vergleicht, die Erziehung der Schüler besonders klasse, den damals ist niemand auf die Idee gekommen so mit den Lehrern umzugehen, wie es heutzutage der Fall ist! Auch das Klima untereinander war ein ganz anderes als heute!!! Und mal ehrlich, wer so denkt wie ich, der wünscht sich doch gerne (manchmal) unser Schulsystem zurück, oder??? |
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damals Pionier in Stassfurt, Bezirk Magdeburg - heute München, Bayern
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22) Thomas (30) schrieb am 14.1.2003
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Meine Erinnerungen an die FDJ : 95% Mitläufer, die noch nicht einmal ihr eigenes Gelöbnis kannten ( ich kannte es sehr genau, obwohl ich weder in den Pionieren noch in der FDJ war ), öffentliche Mißachtungen, bloß stellen vor etwa 700 anderen Schülern beim Fahnenappell, Einschüchterungen im unterricht, angebliche vertrauliche Gespräche mit Funktionären der FDJ bzw. SED- die dann häuslichen besuch der Stasi zur folge hatte, verwehren von Chancen in der Ausbildung - mir wurde damals knallhart ins Gesicht gesagt - wenn sie in die FDJ eintreten können sie ihr Abitur machen - ich hatte damals nicht die leiseste Ahnung das dieser Überlebenskampf den ihr uns auferlegt habt, mich so gut für unser jetziges leben schulen würde. meine Familie hat die wende sicherlich besser verkraftet als viele andere in der DDR - wir waren es gewohnt von klein auf allein zu stehen - ich werde für meinen wiederstand mein lebenslang bezahlen - aber ich kann jeden tag in Spiegel sehen und sagen, sich selbst haben sie klein bekommen und viele andere - mich nicht, ich habe zu meinem glauben und zu meiner Überzeugung gestanden - ihr habt einen großen fehler in eurer Rechnung damals gemacht - den Faktor Mensch habt ihr gekürzt oder vergessen, dies hat die DDR bzw. den Ostblock zum fall gebracht - was wir jetzt haben ist kein bißchen besser - ich denke wir haben eine große Chance verpaßt - schade. ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft.
PS. . mein bester freund war damals übrigens ein überzeugter Kommunist das ist er auch heute noch - und auch ihn habt ihr kaputt machen wollen - ihn habt ihr auch nicht geschafft in diesem sinne ROT FRONT! |
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damals in Berlin, Hauptstadt der DDR - heute Berlin
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23) Undine (25) schrieb am 14.1.2003
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Ich habe keine negativen Erinnerungen an meine Kindheit. Im Gegenteil: Ich hatte eine richtig tolle Kindheit. Ich habe nichts vermißt. Ich muß auch zugeben, daß wir das Glück hatten, Verwandte und Bekannte im goldenen Westen hatten, die uns ab und zu was zugesteckt haben. Dadurch habe ich auf meine erste Banane nicht 12 Jahre müssen. ;-) Aber ich habe auch in der Provinz gelebt, wo man vermutlich nicht soviel von den ganzen grausamen Sachen mitbekommen hat. Und ich war zur Wendezeit noch viel zu jung. Was mich allerdings genervt hat, daß die Leute aus meiner Klasse, die mit Westklamotten rumlaufen konnten, andere, die das eben nicht hatten, ausgeschlossen haben. Das fand ich echt doof. Aber sonst... |
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damals Pionier in Großkoschen, Bezirk Cottbus - heute Bovenden, Niedersachsen
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24) Frank (32) schrieb am 23.1.2003
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Ja auch ich kann mich noch sehr gut an meine Kindheit erinnern, an den ersten Schultag, das erste Zeugnis. es war eine schöne zeit, auch wenn die im westen glauben wir wären in Erdhöhlen aufgewachsen. ich kann mich auch an viele Produkte erinnern, wie die Schlagersüßtafel für 80 Pfennig, oder die Pfeifenlutscher für 5 oder 10 Pfennig (SCHOKO). meine Kindheit war schön, auch wenn es vieles gab was uns nicht gefiel. aber so wie meine Kinder heute in der schule lernen müssen, oh oh. wem es leicht fällt zu lernen der wird kaum gefördert, wer nicht so mitkommt, der ist meistens verloren. kaum ein Lehrer interessiert sich für den einzelnen, alles nur nicht vom lehrplan abweichen, (es gibt auch ausnahmen, ich will hier nicht alle Lehrer miesmachen). wenn ich mich da an meine Schulzeit erinnere, in Mathe wo ich meistens Schwierigkeiten hatte. meine Klassenlehrerin hat nach Schulschluß stundenlang mit mir, (und natürlich auch mit anderen) geübt. fragen sie heute mal den Lehrer ihrer Kinder!? auch die Pionierzeit war schön, die Pioniernachmittage, die besuche bei der Patenbrigade. man war beschäftigt, heute lungern die meisten Kinder nach der schule draußen rum, was sollen sie denn auch machen. die Angebote für sie sind ganz dünn gesät, und teuer noch dazu. ich erinnere mich auch noch an die Wettbewerbe im Altstoffe sammeln. man was haben wir Flaschen und Zeitungen geschleppt, aber es hat immer Spaß gemacht. |
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damals Pionier / FDJler in Stralsund, Bezirk Rostock - heute Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern
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25) Christiane (30) schrieb am 25.1.2003
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Hi, Dirk ich finde Deine Homepage toll. Ja, so wie Ihr alle schwelge auch ich oft (in letzter Zeit öfter) in Erinnerungen. Ich (BJ 1972) stamme ursprünglich aus einem kleinen Dorf im Harz und war damals zur Grenzöffnung 17. Also allzuviel (wenn überhaupt) von bösen Machenschaften habe ich nicht mitbekommen. Ehrlich gesagt, wußte ich noch nicht mal, daß wir so nah an der Grenze wohnen (ca. ½ h - ¾ h). Aber das war sicher ja auch gewollt, denn man kam ja höchstens bis zur >5 km-Zone< Na klar hat man durch Kontakte immer mitbekommen, daß es da noch etwas Anderes, scheinbar viiiel Besseres gibt. Wer hat sich nicht von dem Duft eines >Westpaketes< verführen lassen? Ich hab als Kind immer geglaubt, im Westen riecht's so, wie in dem Paket... Aber haben wir uns nicht alle auch etwas blenden lassen? Warum fällt uns ausgerechnet jetzt verstärkt ein, wie es früher war? Ja, wir hatten eine schöne Zeit, eine sehr schöne sogar. Wir waren viel unbeschwerter, offener und >unsere Welt< war ehrlicher. Es gab viel mehr "wir" als "ich". Ich bereite grad mein erstes >DDR-Rev.-Treffen< vor (hätte ich schon längst machen sollen) und bin dadurch auch im Netz auf einige Sachen gestoßen (Schade, daß ich / bzw. meine Eltern kaum noch was von früher aufgehoben haben... Wer noch Musik-, Russisch- oder Stabü-Bücher hat, kann sich gern melden). Ich höre mir oft unsere Lieder von früher an, sicher waren sie rot und es gab auch viele "Marsch"-Lieder. Aber meistens haben wir doch von Frieden mit allen Ländern, Völkerfreundschaften, Gleichheit, Fleiß, gegenseitige Hilfe und füreinander einstehen gesungen. Das sind alles Dinge, die heute oft in den Hintergrund rücken. Ja, manchmal möchte auch ich gern die Zeit zurückdrehen, grad wenn ich sehe, wie in meiner Heimat alles auseinanderfällt... Alles, woran man früher geglaubt und was man ja auch geliebt hat. Gerade deshalb ist es mir sehr wichtig, meine alten Freundschaften zu pflegen - und das klappt auch gut so, denn schließlich verbindet uns alle etwas Besonderes - finde ich. War das nicht verrückt, als Udo's "Sonderzug nach Pankow" rauskam? Da hatte man ihn grad 2x gehört und dann wurde er auch schon verboten... Wer Glück hatte, hörte ihn trotzdem.... Ich weiß nur, daß ich früher auch schon Honecker-Witze erzählt habe (ab und zu kam aber schon mal die Bemerkung: "Nicht so laut, sonst fangen'se Dich weg...!" Naja, hat man nie gemacht. Auch unsere Schulzeit fand ich eigentlich schön. Man fühlte sich aufgehoben, alles war geklärt. Wer nicht so früh nach Hause konnte, ging in den Hort oder in eine AG. Wißt Ihr noch, wie wir in >ZV< die ollen Gasmasken überstülpen und die >Halbtoten< schnellstmöglich aus der Schule bergen mußten? Oder wie die Russisch-Lehrer ganz stolz mit neuen rot-blauen Luftpost-Umschlägen kamen? Wer im Unterricht schwatzte, mußte vor die Tür oder ein Schlüsselbund flog mal durch die Gegend. Ja, bei ner >1.Mai-Demo< habe ich mal gefehlt und bin auch noch mit dem Rad am marschierenden Zug vorbeigefahren - das gab Ärger am anderen Tag... Dann gab's nächtliche Wandertouren auf den Klassenfahrten - doch, wir hatten unseren Gaudi. Die "Bravo" wurde bei uns immer zerlegt und von den Besitzern zu jeweiligen Höchstpreisen versteigert. Da hatte man echt Glück, wenn man ein Teil wollte, das niemanden weiter interessierte. Ich erinnere mich an so viele Sachen.... Ich denke schon, daß wir ein ganzes Maß mehr an Disziplin an den Tag legen mußten - und das war auch gut so. Ich finde es sehr schade, daß solche Freundschaften, die doch zu meiner/unserer Zeit Standard waren, hier im >Goldenen Westen< nur spärlich gesät sind... Ja ich bin auch der Meinung: Es ist nicht alles Gold, was glänzt! Also: Bewahrt Euch Eure Erinnerungen "Freundschaft" Eure Jane :-) |
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damals Pionier / FDJler in Schwenda, Bezirk Halle - heute Giesen , Niedersachsen
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26) André (24) schrieb am 25.1.2003
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Ich kann mich zwar nur noch wage erinnern, aber ich weiß, daß die Bürger in der DDR bei weitem nicht so viele Nöte hatten wie heutzutage. Ich kann mich auch an meine Schulzeit erinnern, die ich bis zum Ende der 6. Klasse noch in der DDR erlebt habe. Diese Zeit war super, die Zeit war toll. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern überhaupt irgendeinen Nachmittag nichtstuend vor der Glotze oder irgendwo anders gehockt zu haben, denn man hatte schulisch und außerschulisch immer was zu tun, sei es eine AG oder im Sportverein. Dies war dann vorbei als es ab der 7. Klasse auf Gym. ging. Da war Schule aus und was du dann tust war eigentlich jedem scheißegal. In so manchen Dingen wünscht man sich halt immer wieder ein bißchen DDR zurück.
Also: FÜR FRIEDEN UND SOZIALISMUS; SEID BEREIT, IMMER BEREIT! |
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damals Pionier in Greifswald, Bezirk Rostock - heute München, Bayern
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27) Thomas (31) schrieb am 25.1.2003
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Was mir besonders unangenehm in Erinnerung geblieben ist (das Angenehme folgt noch), ist das bewußte Ausschließen offensichtlicher Außenseiter von Seiten des Lehrkörpers. (Es gab leider nur wenige Ausnahmen) Außerdem wurde ehemaligen Mitschülern die, aus welchen Gründen auch immer, nicht Pionier oder FDJler sein wollten klar gemacht, da? sie sich somit die Chance auf ein höheres Bildungsziel verbauen. Den Jugendorganisationen wurde eigentlich von uns Schülern nie eine besondere Bedeutung eingeräumt. Man alberte bei Fahnenappellen ("immer breit") oder spielte mit den Halstüchern Bandit o.ä. Das FDJ-Hemd wurde von uns oft unter einem Pullover getragen oder versehentlich vergessen. Die einzige Konfrontation entstand bei mir als ich mich aus Übermut weigerte an einer Solidaritätssammlung (Nicaragua) teilzunehmen.(ich fragte, warum man nicht auch für die afghanischen Kinder sammle) Das brachte mir ein längeres Gespräch mit dem Schuldirektor ein, der mir ins Gewissen redete doch den RIAS nicht mehr zu hören. Angenehm sind mir die häufigen Wandertage in Erinnerung.("Bitte festes Schuhwerk mitbringen") Den Schulgarten, die Schulspeisung (so undefinierbar das Essen auch manchmal erschien) sowie den durchgehenden Kunst- und Musikunterricht halte ich im Nachhinein ebenfalls für gute Einrichtungen. Da ich auch im Westen zur Schule ging (8.-13.Klasse) kann ich wohl vergleichend sagen daß in der DDR ein viel größerer Leistungs- und Assimilationsdruck herrschte, während viele meiner "West"-Lehrer sich um die Herausbildung individueller Denk- und Arbeitsweisen bemühten. |
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damals Pionier / FDJler in Dresden, Bezirk Dresden - heute Hamburg
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28) Karin (56) schrieb am 28.1.2003
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Es war eine interessante Zeit, die Sorgen waren anders, bezogen sich nicht auf grundlegende Existenzfragen. Ich wollte nie im Abseits stehen. Dabei haben mir viele geholfen. Mein Zutrauen zum Lernen war gering. Andere haben mir Mut gemacht und mich zum Studium delegiert. |
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damals Pionier / FDJler in Erfurt, Bezirk Erfurt - heute Erfurt, Thüringen
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29) Nadine (25) schrieb am 29.1.2003
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Hallo Dirk! Deine Homepage ist super. Da werden Erinnerungen wach. Ich kann mich auch noch gut an meine Kindheit in der DDR erinnern. Ich habe bis zur 8.Klasse in Salzwedel gelebt und wir sind dann umgezogen. Meine Mutter hat ihren biologischen Vater gesucht und auch gefunden. Dann sind wir nach Marl (Kreis Recklinghausen) gezogen. Dann nach Duisburg und nun wohne ich mit meinem Mann und Sohn in Bottrop. Als ich im "goldenen Westen" zur Schule ging fiel mir meine Kinnlade bis zum Boden runter. Es gab viele schöne aber auch nicht so schöne Sachen. Erst einmal wurde ich verprügelt, weil ich ein "Ossi" bin. Mir haben die Süßigkeiten so gut gefallen. Mein Opa hat mir und meinen Geschwistern viel mitgebracht. Wenn ich manchmal zurück denke fand ich Die DDR-Zeiten viel besser. Die Lehrer hatten keine Angst vor den Schülern. Da war es anders. Wir hatten viel mehr Respekt vor den Lehrern und bekamen Einträge (Tadel) in unsere Hausaufgabenhefte. Ich kann mich noch an den Werk-, Kunst-, Schulgartenunterricht erinnern und fand ihn super. Ich kann mich auch noch erinnern wie wir die Wandzeitungen gestaltet haben. Ich schwelge immer och in meinen Erinnerungen und stehe dazu ein Pionier zu sein. SEID BEREIT, IMMER BEREIT. Ich kann mich auch an die Wandertage erinnern und ich weiß noch wie wir Altpapier gesammelt haben. In der Schule stand ein großer Container und wir Jungen Pioniere mußten von Tür zu Tür gehen und fragen ob sie leere Flaschen, Papier etc. haben. Ja, ja, das waren Zeiten. |
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damals Pionier in Salzwedel, Bezirk Magdeburg - heute Bottrop, Thüringen
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30) Grit (31) schrieb am 29.1.2003
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An meine Kindheit in der DDR habe ich fast ausschließlich schöne Erinnerungen. Alles war so einfach und leicht, der zwischenmenschliche Kontakt warm und herzlich. Lernen, helfen, sich bemühen, nach etwas streben hatte noch Sinn. Es gab Lob und Anerkennung und dadurch Motivation. Nicht zu vergessen, die soziale Sicherheit. Davon träumt man heute nur noch. Ich war gern Pionier und FDJler. War aktiv im Gruppenrat und Freundschaftsrat. Das war toll und hat Spaß gemacht. Auch war ich 12 Jahre lang im GST-Blasorchester - eine unvergeßliche Zeit. Ich habe auch noch so etliche Kinder- und Liederbücher aus dieser Zeit. Die haben einen besonderen Platz in meinem Regal. Später werde ich sie meinen Kindern geben und Ihnen von meiner schönen Kindheit berichten. Grit |
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damals Pionier / FDJler in Klietz, Bezirk Potsdam - heute Magdeburg, Sachsen-Anhalt
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31) Simone (29) schrieb am 30.1.2003
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Ja, ja das waren noch Zeiten... Als Jungpionier war ich noch mächtig stolz, das blaue Halstuch zu tragen. Beim Roten schwand die Euphorie etwas. Beim FDJ-Hemd war's dann vorbei. Ich war damals "Gruppenratsvorsitzende" und "FDJ-Sekretärin". Wenn ich so zurückdenke, na ja an irgendwelchen Ideologien o.ä. hab ich nie gedacht, es war einfach normal. Es gehörte eben dazu - zu unserer Deutschen Demokratischen (!) :) Republik. |
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damals Pionier / FDJler in Markranstädt, Bezirk Leipzig - heute Dannewerk, Schleswig-Holstein
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32) Sarah (25) schrieb am 2.2.2003
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Deine Homepage weckt viele schöne Erinnerungen in mir. Ich war bis zur 7. Klasse Thälmannpionier. Dann kam die Wende. Rückwirkend kann ich sagen daß ich wirklich nur gute Sachen aus der Pionierzeit behalten habe. Besonders der Zusammenhalt in einer Gruppe hat mir sehr gefallen. Es waren ständig irgendwelche Pionierveranstaltungen usw. Der Respekt vor den Lehrern und auch Eltern war in dieser Zeit noch vorhanden. Irgendwie war alles geordneter. Heutzutage vermisse ich solche Dinge sehr. Keine Konsequenz bei der Erziehung mehr. Nur noch Null-Bock-Stimmung und vor allem kein Teamgeist ist mehr vorhanden unter den Teenies. Ich bin auf jeden Fall froh das ich diese Zeit miterleben durfte. |
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damals Pionier in Erfurt, Bezirk Erfurt - heute Erfurt, Thüringen
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33) Annett (33) schrieb am 2.2.2003
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Ich war damals immer ganz stolz auf meine FDJ Bluse. Ich habe immer den Kragen (der war so abgerundet) hoch gemacht und kam mir dann immer ganz "Cool" vor. Auch fand ich unsere Schulzeit tausendmal besser als die der heutigen Kids. Es war zwar nicht immer schön am Samstag zur Schule zu gehen, aber wir waren es ja nicht anders gewöhnt. Man hat uns in der DDR zwar das Denken (teilweise) abgenommen, aber so schlimm fand ich das gar nicht. Es ging alles automatisch. Man kam in die Kinderkrippe mit einem Jahr, dann automatisch in den Kindergarten mit drei Jahren und mit 6 bzw. 7 Jahren in die Schule. Und die stand auch schon lange fest, weil immer eine Schule in der näheren Umgebung eines jeden Kindes war. Genau so war es auch mit Krippe und Kindergarten. Von der Krippe angefangen bis zur Schule bzw. Berufsschule wurde immer für ordentliches Essen und Trinken gesorgt. In meiner Schule gab es eine eigene Küche. Die haben immer leckere Sachen zum Mittag gekocht. Na ja .... deine Seite ist übrigens ganz toll - da werden tausend Erinnerungen wach. VERGESST NICHT ALLES!!! Annett |
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damals Pionier / FDJler in Sangerhausen, Bezirk Halle - heute Jüchen, NRW
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34) Jana (28) schrieb am 3.2.2003
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Ich kann mich persönlich nur an schöne Dinge erinnern. Es war immer etwas los und kaum mal langweilig, denn man war ja bei den Pionieren und auch FDJlern. Niemand saß auf der Straße, ich meine es war besser als heute. Disco war doch super oder sagt einer was anderes und man hatte Freunde, die heute spärlich gesät sind und vor Allem haben wir was gelernt, wenn ich das heute bei meinem Sohn sehe, wie heutzutage in der Schule in den "Neuen Bundesländern" gelernt wird, gehen mir die Haare hoch und ich könnte ausrasten. Kein Wunder, das die Kinder immer dümmer werden. Ich habe mit meiner Schulausbildung in der DDR alle Prüfungen die ich hier in den neunen Ländern machen mußte bestanden und zwar beim ersten Mal. Bei der Ausbildung meines Sohnes sehe ich noch schwarz. Mein Fazit: DDR - Echt super!!!! |
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damals Pionier / FDJler in Rössuln, Bezirk Halle - heute Hennef, NRW
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35) Swantje (22) schrieb am 3.2.2003
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Durch diese Site wurden sie wiederbelebt. Außerdem hab ich vor kurzem die FRÖSI-CD bekommen und mich vor Kichern fast gekringelt, obwohl ich auch einige negative Erfahrungen mit dem Schulsystem hatte, aber das lag sicherlich nicht wenig an mir, denn ich hab schon immer gesagt, was ich denke. Ich kann mich an einige unangenehme Situationen beim Fahnenappell erinnern, bei denen ich wegen Lappalien "rankam", wie wir sagten. Aber ich habe auch viele "Lobe" bekommen wegen fleißiger Pionierarbeit. Na ja, ich könnt sicherlich noch sehr viel mehr schreiben, aber ich denke, daß das hier erst mal reicht ; ) |
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damals Pionier in Berlin Mitte - heute Berlin Mitte
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36) Joachim (44) schrieb am 3.2.2003
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Zuerst einmal ein dickes Lob für diese Seite! Erinnerungen an die Kindheit und Jugend sind meist (mehr oder weniger) schön. Das hängt, damals wie heute, vor allem vom Elternhaus ab. Ich bin in einem Ort aufgewachsen, der durch ein großes NVA-Objekt geprägt war. Dementsprechend "rot" war auch unsere Schule. Viele Lehrerinnen waren Offiziersfrauen. Aber auch dort gab es "sone und solche". Als Kind hat man natürlich auch nie irgendeine ideologische Beeinflussung gesehen. Inzwischen sehe ich das etwas differenzierter. Ich selbst war Pionier und später auch FDJler. Das war eben der "normale" Weg. Schließlich wollte ich eine gute Berufsausbildung machen und später studieren. In meinem Bekanntenkreis gab es Beispiele, daß der Besuch der EOS untersagt wurde, weil der Betreffende keine Jugendweihe gemacht hatte. Wenn ich mir heute Großveranstaltungen der FDJ (z.B. Weltfestspiele) ansehe, bemerke ich erschreckende Parallelen zu damaligen Aufmärschen der HJ. Bitte nicht falsch verstehen! Ich will hier keineswegs irgendwelche Ideologien verherrlichen oder anklagen, sondern nur zum Nachdenken anregen. Wir sind damals in einer geschützten, abgeschirmten Welt aufgewachsen. Das machte manches einfacher. Meine Kinder haben noch ein kleines Stück DDR miterlebt. Pioniere waren sie nicht mehr. Das war aber eben nicht ihre eigene Entscheidung, sondern meine. Entstanden aus einer christlichen Weltanschauung, die sich bei mir trotz der sehr atheistischen Schulzeit durchgesetzt hat. |
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damals Pionier / FDJler in Marxwalde, Bezirk Frankfurt/Oder - heute Neuhardenberg, Brandenburg
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37) Sandy (27) schrieb am 5.2.2003
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Ich bin war der absolute Vollblut Sportler damals...ich habe die DDR sehr geliebt und die Wende kam dann doch zum glück, ich war 14 und kam in das alter wo man fragen stellt!!!??? heute vermisse ich sie sehr... die alte zeit...gerade das zwischenmenschliche ist heute anders und das Einfache fehlt im leben eines Westlers, zu denen wir ja auch gemacht worden sind...doch im innern bin ich Ost...und es hat mich geprägt...und ich habe jetzt viele vorteile durch diese Kindheit, die ich hatte in einem anderen Land...und die kann mir/uns keiner nehmen...das wird nie jemand wieder erleben...ja sie ist weg!!! oft wünsche ich mir, ich könnte sie noch mal besuchen...die alte zeit...das feeling erleben... es gibt mir oft Impulse für mein leben jetzt...ich glaub wir sind reicher dadurch...ich bin der lebende beweis!!! okay heute ist 2003, Wahnsinn wie die zeit vergeht, wenn man sie ansieht...ich studiere in München (nach 5 Jahren Leipzig) und hab oft "Heimweh"...auch weil's hier keine CABINET an der tanke gibt...so ein rückstand!!! ;)))) und es ist auch okay hier in Bayern...westen zu sein, weil ich da jeden merke und es genieße und stolz darauf bin, weil ich aus der DDR komme! Tschüß eure SANDY P.S.: das nächste mal geht's weiter, ich pop hier einfach mal ab und zu rein und laß meiner DDRmanie freien lauf und werde von meiner Diplomarbeit erzählen, die ich meinem damaligen Trainer widmen werde...ich Grüße Herrn Peter Pollock, Sportlehrer der Herrmann-Matern-Oberschule (POS 8) in Mühlhausen/Thüringen...ich denke grad an die Aktion bei einer von vielen Sommerspartakiaden im Stadion an der Aue, als ich in ihren braunen Trabi (unser "Mannschaftsbus" hinten durch den Kofferraum durch die sitze kletternd mich zwängen mußte. weil der Schlüssel noch steckte und nur hinten noch offen war...ich glaub ich schreib mal n Buch!!! es is der Wahnsinn, ge??!! Dirk verlegt es dann ;)))) also Leute macht's hübsch bis bald |
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damals Pionier in Erfurt, Bezirk Erfurt - heute Mühlhausen, Thüringen
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38) Tobias (22) schrieb am 6.2.2003
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Ich kann mich auch noch sehr gut daran erinnern, wie ich damals das blaue Halstuch bekommen habe,... man war ich stolz. Die Anfangszeit mußte jeder auf der Straße sehen daß ich Jungpionier war. |
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damals Pionier in Erfurt, Bezirk Erfurt - heute Erfurt, Thüringen
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39) Daniela (24) schrieb am 9.2.2003
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Schön, daß Deine Seite hier dafür sorgt, daß Erinnerungen wachgerufen und geteilt werden. Auch nachdem Jana Hensel ihr Buch "Zonenkinder" rausgebracht hat, kamen die Erinnerungen wieder. Vieles hab ich irgendwie verdrängt. Also blaues und rotes Halstuch hab ich getragen - ich wollte aber FDJler werden, "leider" *lach* kam die Wende. Ich erinnere mich an die AGs, zu denen man nach der Schule gehen konnte. (Blockflöte, Volkstanz, Mathe, Schach) Ach, und die Patenbrigaden. Und ich erinnere mich an die häßliche Tapete an der Wand unserer Kinderzimmer. (hab noch ne Schwester) Hui, und die Ferienlagerzeit! Die Bonzen wollten meine Schwester und mich nicht in einer Gruppe sein lassen, haben uns getrennt, weil sie etwas jünger war. Das war hart: meine Schwester weinte, und die "Lagerarbeiterinnen" und ich konnten sie nicht beruhigen. (Fe-Lager Boek !!!) Schulmaterialien waren billig, und die MMM war lustig. ..to be continued ... |
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damals Pionier in Hausneindorf, Bezirk Halle - heute Hausneindorf, Sachsen-Anhalt
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40) Annett (32) schrieb am 10.2.2003
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Ich war damals stolz ein Jung- und Thälmannpionier zu sein, jedoch mit der FDJ hörte der Stolz auf. Ich kam mir dämlich vor, diese blaue häßliche Bluse zu tragen. Das Problem daran war, daß es einem aufgedrängt wurde. Na ja, aber ich denke gern an die guten alten Zeiten zurück. Erst am WE habe ich mich mit meinen Eltern unterhalten. Für mich war es eine unheimlich ruhige Zeit. Man hat sich irgendwie in Sicherheit gewogen. Meine Eltern wiederum haben das viel stressiger als jetzt empfunden. Jeden Tag einkaufen gehen, mal sehen, ob es heute etwas Besonderes gibt das stand an der Tagesordnung. Weihnachten mußten sie manchmal 2 Stunden in der Kaufhalle für einen Korb anstehen, denn ohne Korb durfte man den Laden nicht betreten. Aber damals konnte man seine Kinder im Kinderwagen noch vor der Kaufhalle stehen lassen, die hat keiner mitgenommen. Allerdings durfte man die Wagen ja auch nicht mit hinein nehmen. Wenn man sich das heute vorstellt.... Ansonsten war die Zusammenhörigkeit in der Schulklasse viel größer. In den Schulen herrschte nicht so ein Chaos wie es heute ist. Die Lehrer haben sich noch gekümmert, heute geht es nur noch um Geld verdienen, Häusle bauen und bloß keinen Streß mit den Kids. Sicher war man der King in der Schule, wenn man was aus dem Westen hatte, jedoch war der Druck immer mehr zu haben wie der andere nicht vorhanden bzw. wenig vorhanden. Heute zählen keine inneren Werte mehr, nur reich und schön muß man sein. Unsere Osterziehung war nicht die schlechteste, die Panzer und Mainelken hätte man zwar weglassen können, jedoch waren z.B. die Gebote der Jungpioniere richtig sinnvoll. So wurden uns noch Werte vermittelt, von denen viele Kinder heute noch nix gehört haben. Eine tolle HP! LG von Annett |
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damals Pionier / FDJler in Jena, Bezirk Gera - heute Jena, Thüringen
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