dirkswebwelthomeaktuelles      -> damals      -> für dein web      -> treffpunkt     |    extern erzgebirge-abc.de    extern dirksfotowelt

Sag mir wo ...
<-- Umfrage
lese die Texte
1 - 20
21 - 40
41 - 60
61 - 80
81 - 100
101 - 120
121 - 140
141 - 160
161 - 180
181 - 200

Du bist hier: damals | Umfrage | Texte

.: Eure Texte 81 - 100 :.

81) Angelika (29) schrieb am 31.3.2003


Ich finde das die Appelle immer so lange gedauert haben, auch das tragen der Halstücher war im Sommer sehr lästig, aber ansonsten war es gar nicht so schlecht. Das einzige was mich noch gestört hat war das wir am 01.Mai marschieren mußten, denn da ist mein Geburtstag und da hatte ich meist nicht viel davon, deswegen hab ich das marschieren verflucht. Es war nicht alles schlecht was es bei uns gab und von den Produkten her. Die Schlagersüßtafel fand ich damals schon gut und ich finde es schön daß sie heute wieder auf dem Markt ist.

damals Pionier / FDJler in Schönstedt, Bezirk Erfurt - heute Schönstedt, Thüringen


82) Stefan (29) schrieb am 1.4.2003


Ich fand damals die Pioniernachmittage immer ganz schön...und die Treffen mit Schülern der Sowjets. Ich war im ganzen Stolz ein Jung- / Thälmannpionier und FDJler gewesen zu sein. Man hatte faßt immer was zu tun.

damals Pionier / FDJler in Falkenberg/M., Bezirk Frankfurt(Oder) - heute Falkenberg/M., Brandenburg


83) Marek (27) schrieb am 2.4.2003


Da ich von einem kleinen Dorf mit eigener Schule komme, war vielleicht manches anders als in der Stadt. So hatte unser Stabü Lehrer wie 99% der Schüler bei uns auch Westverwandtschaft und trug seine Wrangler- Jeans. So wurde vieles nicht so verbissen gesehen. Ganz gut kann ich mich an die russischen Soldaten erinnern, mit denen ich sooo gerne im Herbst Kartoffeln ausgefahren habe. Das gab jedes Mal dann Ärger mit meinem Vater. Heute kann ich das verstehen, denn sie hatten einfach ein paar Holzklötze mit Draht auf den Pedalen gebunden, damit sie runterkamen. Die blauen Halstücher eigneten sich ja so gut zum Cowboy spielen. Nur erwischen lassen durfte man sich nicht. Gut war, daß ich in der 8. Klasse schon meinen Lehrplatz fest hatte. Allerdings dann kam die Wende und er war weg. Hab's auch so geschafft und alles Gute!

damals Pionier / FDJler in Klosterhäseler, Bezirk Halle - heute Naumburg, Sachsen-Anhalt


84) Annett (27) schrieb am 2.4.2003


Meine Kindheit war schön. Appelle haben mich nie gestört, so war wenigstens kein Unterricht. Meine Freundinnen und ich haben immer ganz hinten gestanden und gequatscht. Richtig Glück hatte ich mit meinem Geburtstag. Der ist nämlich am 12.06., damals war es Lehrertag und da war immer sehr früh Schulschluß.

damals Pionier / FDJler in Leegebruch, Bezirk Potsdam - heute Falkensee, Brandenburg


85) Peter (45) schrieb am 4.4.2003


Meine Kindheit war nicht schlecht. In der Schule hat man zwar manchmal gestöhnt, doch das ist normal, wenn die Pflicht ruft. Schön waren auch die Pioniernachmittage mit der Patenbrigade und später die Arbeitsgemeinschaften.

damals Pionier / FDJler in Grimma, Bezirk Leipzig - heute Grimma, Sachsen


86) Antje (28) schrieb am 4.4.2003


Oje, ist das schon so weit weg alles? Wenn ich versuche in der Schweiz zu erklären, wie das damals war, dann kommt mir alles so unwirklich vor. Und doch, es geht kein Tag in meinem Leben vorbei, an dem ich nicht an das Land denke, in dem ich geboren bin. Ein Land, von dem ich Angst habe, es nie meinen Kindern zeigen zu können. Deshalb danke ich allen Menschen, welche es versuchen, nicht vergessen zu lassen.

damals Pionier / FDJler in Berlin Marzahn, Hauptstadt der DDR - heute Wilen, Schweiz


87) ??? (xx) schrieb am 4.4.2003


Ich erinnere mich an die Appelle am Montag morgen. Es war ja irgendwie auch normal und gab mir ein Gefühl der Stabilität. Woran ich aber am liebsten zurückblicke, sind die Kindersendungen. Wo sind nur Pitti und Schnatterinchen geblieben? Da ist noch eine Erinnerung die mir sehr am Herzen liegt. Zu Heilig Abend kam immer "Zwischen Frühstück und Gänsebraten". Meine Mama hat gekocht und wir Kinder waren so aufgeregt. Und meine Mutti hat immer die Lieder mitgesungen. Heut singt sie leider nicht mehr.

damals Pionier / FDJler in ??? - heute ???


88) Carsten (26) schrieb am 6.3.2003


So ist die Kindheit fast vergessen, aber dank eBay und andere toller Internetseiten gibt es sie wieder... Ich bin in der DDR glücklich gewesen, habe einen gewissen Halt in der Gesellschaft gehabt und in der Schule sehr viel gelernt. Heut ist dies leider nicht mehr so. Damals haben wir die Lehrer noch respektiert und haben uns von Ihnen erziehen lassen. Nun ist es schon 14 Jahre her, das ich aus dieser "Geborgenheit" herausgelöst wurde. (Ich war damals einer der wenigen die die Wende 9.11.89, verpennt haben ;-) ) Aber das Leben geht weiter, vielleicht nicht ganz so "einfach" wie damals, man kann es aber heute "genießen". Die Einschränkungen des MdI bekam ich als Kind nur einmal zu spüren, als ich am Berliner Flughafen aus versehen ein Polizeiauto fotografierte (ich wollte nur das Flughafengebäude fotografieren), schon kamen 2! Beamte auf mich zu und verlangten das ich meinen Fotoapparat aushändige. Ich fragte warum und sie antworteten ich habe gegen das Gesetz verstoßen. Es ist in der DDR nicht erlaubt Militärgerät oder Polizeiausstattung zu fotografieren. Er öffnete die Filmklappe der Kamera, riß den Film heraus und gab mir Beides wieder. Von diesem Tag an ist aus dem "...Freund und Helfer....", mein "...Feind und Filmausreiser..." geworden. Trotz allem was die Forschung heute über die DDR veröffentlicht, habe ich meine Kindheit genossen.

damals Pionier in Königs Wusterhausen, Bezirk Potsdam - heute Daisendorf, Baden Württemberg


89) Christian (34) schrieb am 7.4.2003


Interessant ist es allemal, die eigene Kindheit und Jugend in der Rückschau zu betrachten. Faszinierend dabei ist der Vergleich damaliger persönlicher Zukunftsvorstellungen gemessen an den tatsächlichen geschichtlichen Entwicklungen. Was z.B. hätten Freunde, Bekannte und Mitschüler noch im Frühjahr 89 zu der Vision gesagt, zu Weihnachten mal ebenso übern Ku-Damm zu bummeln und abends wieder zu Hause zu sein! Die Geschichte ist spannender als jeder Roman. Ich persönlich habe an meine Vergangenheit in der DDR auch eher gute als negative Erinnerungen. Gern wäre ich allerdings beruflich den akademischen Weg gegangen, da ich mich sehr für Geschichte , Philosophie und Astronomie interessiert hatte ; die völlig einseitige Ausrichtung des Staates auf ML war mir jedoch suspekt und ich wählte einen konventionellen technischen Beruf, in dem ich heute noch tätig bin. Ich glaube übrigens nicht, daß die ehemaligen Bürger der DDR sich so sehr wesentlich verändert haben. Sie zeigen halt nur entsprechend der neuen veränderten gesellschaftlichen Umstände eine andere Seite ihres Wesens, welche meiner Meinung nach immer schon latent vorhanden war. Aus eigener Erfahrung waren die meisten gleichaltrigen Jugendlichen in den 80 ` Jahren an wirklich tiefgründigen Nachdenken über die Welt genausowenig interessiert, wie heute. Gewiß, unsere Zukunft schien sozial abgesichert zu sein - aber was sollte man von Agit/Prop.-Funktionären und Pionierleiterinnen halten, bei denen die Abenteuer der berühmten Fernsehfamilie aus Dallas für mehr Aufregung sorgten, als aktuelle Parteitagsbeschlüsse. Was war mit den sog. Intershops, an deren Schaufenstern sich die "Kampfreserve der Partei" die Nasen plattdrückte? Ich denke, daß jene - welche sich die DDR zurückwünschen - nicht wirklich glücklich wären, wenn sie wiederkäme. Manche begrüßenswerte Verhaltensweisen von früher lassen sich jedoch auch heute problemlos praktizieren. Wer hindert denn z.B. den Kollegenkreis oder eine Hausgemeinschaft am gemeinsamen Feiern? Was hindert ganz allgemein Menschen an sozialem Denken und Handeln? Nicht die neue Staatsform ist es, sondern die kleinen primitiven Denk- und Verhaltensmuster vieler Menschen, welche in der "geschlossenen Gesellschaft der DDR" im Verborgenen immer schon vorhanden waren. So gesehen kann man beinahe jede Gesellschaftsform lebenswert und vor allem menschlich gestalten. Es kommt eben nur auf die Menschen an! In diesem Sinne wünsche ich allen Nostalgikern und auch dem Schöpfer dieser Seite viel sentimentale Freude beim Erinnern! Christian aus Naumburg, ehemals Hans Beimler -POS, heute Georgenschule Jahrgang 1974-1984

damals Pionier / FDJler in Naumburg/Saale, Bezirk Halle - heute Naumburg/Saale, Sachsen Anhalt


90) Ramona (29) schrieb am 16.4.2003


Ich fühle mich noch gar so alt, daß ich mir vorstellen kann, die jetzt 10 Jahre Jüngeren waren damals im Einschulalter und haben weder von Jung-, noch Thälmannpionieren geschweige denn FDJlern mitbekommen bzw. kennengelernt. Auch von der Stasi habe ich damals nichts mitbekommen, obwohl ich sogar mal FDJ-Sekretärin war. Mit 2 Verwarnungen an 2 aufeinander folgenden Schultagen... Und weswegen? Weil ich 2mal an 2 aufeinander folgenden Tagen Lachkrämpfe mitten Unterricht bekam und die ganze Klasse damit angesteckt habe. Ohne jetzt zu meckern und weil das wahrscheinlich auch daran liegt, daß man mit beiden Beinen im Berufsleben steht, konnte man damals wenigstens noch Lachkrämpfe kriegen. Die Lehrer (damals gab´s wenigstens noch ein bißchen Disziplin) hatten eben doch Recht, von wegen "Schule ist schön, Ihr werdet Euch noch nach der Schule zurücksehnen! "Stimmt manchmal schon.

damals Pionier / FDJler in Strausberg, Bezirk Potsdam - heute Strausberg, Brandenburg


91) Tobias (22) schrieb am 18.4.2003


Ich fand diese Zeiten, da ich noch sehr jung war, wahnsinnig toll und schön. Altpapier sammeln, Appell, ABC-Zeitung ... Ich habe es geliebt!!!! Auch der erste Mai war immer toll. Mit meiner Mainelke (die ich immer noch habe) war ich immer sehr stolz. Ich fand es schön... zumindest damals wo ich noch klein war!

damals Pionier in Jena, Bezirk Gera - heute Jena, Thüringen


92) Jasmin (20) schrieb am 20.4.2003


Hallo... Tja ich habe ja auch nicht lange in der DDR verbracht aber die Erinnerung die ich aus dieser Zeit habe sind einfach einmalig... Ich war damals immer mit meinem Vater auf der Kompanie und habe da zugeschaut... und auch die Kinderkrippe war Klasse selbst später... das beste war natürlich damals das ich auf einen Grenzturm mit durfte... Und auch alles andere wie der Pionierunterricht und der Spieltag in der Schule, das Flaschenhaus und und und ... Ja, ja die Zeit war schon Klasse...

damals Pionier in Hagenow - Neuhaus, Bezirk Schwerin - heute Neuhaus/Elbe, Niedersachsen


93) Hartmut (48) schrieb am 21.4.2003


Ich habe diese Zeiten die ein Teil meines Lebens sind mehr positiv als negativ empfunden. Manches war sehr schön wie gemeinsame Wandertage oder auch die gemeinsamen Nachmittage. Man wußte wohin und war auch begeistert wenn es im Clubhaus der Pioniere einen sowjetischen Zeichentrickfilm zu sehen gab.

damals Pionier / FDJler in Schwerin, Bezirk Schwerin - heute Magdeburg, Sachsen-Anhalt


94) Simone (25) schrieb am 28.4.2003


Na ja, vielleicht interessiert es auch nach Ende der Sammlung noch ;) Da ich seit einiger Zeit in Niedersachsen stecke und hier wieder zur Schule ging, fällt mir im Zusammenhang mit meiner Kindheit in der DDR vor allem der Unterricht wieder ein. So wie ich es miterlebt habe (auf beiden deutschen Seiten) war der Unterricht in der POS weit umfangreicher, qualitativ hochwertiger und vor allem disziplinierter. das gerade ich das mal sage ;)... Einiges von dem, was ich neu auf einem niedersächsischen Gymnasium in der 11. Klasse lernen sollte hatte ich bereits zu DDR-Zeiten (also bis zur 6. Klasse) gelernt. Zudem gab es ja auch noch die AG´s, die das Lernen ja auch unterstützen. Wir Schüler hatten ein weitaus besseres Verhältnis zu einander, als es jetzt in den meisten Klassen der Fall ist; was sicher daran lag, daß wir fast vollständig von der 1. bis zur 10. Klasse zusammen in ein und dem selben Klassenverbund blieben. Das färbte auch auf unser Lernverhalten ab. Sicher- wir waren auch keine Engel, aber was sich heut in den Klassenzimmern abspielt wäre damals undenkbar gewesen. Vielleicht hätten die Verantwortlichen im Rahmen der Wiedervereinigung doch nicht alles pauschal verteufeln sollen, was aus der DDR kam? Soviel erst mal dazu, liebe Grüße, Simone (damals POS "Johann Wolfgang v. Goethe" in Gardelegen)

damals Pionier in Gardelegen, Bezirk Magdeburg - heute Wilhelmshaven, Niedersachsen


95) Peggy (28) schrieb am 30.4.2003


Ich erinnere mich besonders gerne an die Ferienlageraufenthalte im Sommer, und manchmal auch im Winter. So haben wir bereits als Kinder viel von unserem Land gesehen, haben viele Spiele und Lieder gelernt und insgesamt eine Menge Spaß in den Ferien gehabt - und unsere Eltern fanden es wahrscheinlich auch mal ganz nett für 2 Wochen ein bißchen Zeit für sich zu haben. Bei mir ging es bspw. immer nach Mobendorf oder Mittelherwigsdorf, mal nach Gral Müritz, mal nach Potsdam. Ach ja - besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Nachtwanderungen - Buhuhu...

damals Pionier / FDJler in Schwedt, Bezirk Frankfurt/Oder - heute Stuttgart, Baden-Württemberg


96) Stefan (32) schrieb am 30.4.2003


...im Grunde war es eine sehr gute Zeit. Ich fühlte mich sicher und kannte, wie meine Eltern nicht diese Existenzangst. FDJ und Pionierorganisation waren von der Idee her schon OK. Es gab da halt viel Spaß, sinnvolle Aktionen... Als Freundschaftsratvorsitzendem war mir dennoch nicht recht wohl in meiner Haut. Ich wollte in dieser Funktion aktiv arbeiten und denken, wurde dabei aber schnell von meiner Pionierleiterin ausgebremst mit der Bemerkung: "Was unsere Schule macht, wird in Berlin bestimmt...- Ich lief dann noch ein Jahr als stellv. GOL-Sekretär mit und ließ danach die Finger von solchen Funktionen. Es war also alles sehr gut organisiert, sehr perfekt. Es ist nur sch..., daß die historische Chance in den damals sozialistischen Ländern für eine Wende zu einem besseren und moderneren Sozialismus vertan wurde. Sehr schade! Ich hätte sie gerne noch, die DDR, ABER nicht so, wie sie war.

damals Pionier / FDJler in Schwedt, Bezirk Frankfurt/Oder - heute Jülich, NRW


97) Ronny (24) schrieb am 1.5.2003


Ich habe zwar die DDR auch nur als kleiner Junge kennengelernt, aber ich muß sagen die Kindheit in der DDR und die damit verbundenen tollen Erinnerungen (besonders Ferienlager + SERO) möchte ich nicht missen. Schade finde ich, daß viele Leute aus den alten Bundesländern bis heute noch nicht über das Leben in der DDR Bescheid wissen und immer dumm schauen, wenn man mal etwas aus dem damaligen Alltag erzählt. Leider wurde direkt nach der Wende erst einmal alles niedergetreten was aus der DDR kam, doch komischerweise führt man heute, damals alltägliche Dinge, im Westen "neu" ein (grüner Pfeil + Ganztagsschulen). Fazit: Die Kindheit in der DDR war auf jeden Fall sehr schön, auch für Kinder aus ärmeren Familien - heute muß man sich Kinder "leisten" können um Ihnen ähnliche Dinge (z.B. Ferienlager) wie damals bieten zu können.

damals Pionier in Cottbus, Bezirk Cottbus - heute Erlangen, Bayern


98) Jaqueline (22) schrieb am 8.5.2003


Ich bin ja total begeistert das ich diese Seit gefunden habe. Da ich ein Klassentreffen organisiere aus Pionierszeiten und auf der Suche nach einigen Erinnerungen war. Also ich schwärme immer von dieser tollen zeit ob im "Westen oder Osten". Da ich in Niedersachsen tätig bin (Einzelhandel/Textil), so ziemlich an der Grenze werde ich fast täglich damit konfrontiert. Man hört sehr oft: "Na sie kommen wohl von drüben, das merkt man wieder ganz genau.". Nicht negativ sondern positiv. Wir sind viel freundlicher, immer sehr nett und zuvor kommend. Dann komme ich im Moment, durch den jetzigen Modestil oft dazu an den Klamotten Knoten machen zu müssen. Und dann sage ich: " Dann mache ich dir mal einen Pionierknoten.". Ihr glaubt gar nicht wie doof ich dann an geschaut werde und erst mal abstand genommen wird. Nach ein paar Minuten kommen die Kunden dann an. Und fragen, wie ging das noch mal. Viel weiß ich auch nicht mehr von früher aber ich weiß noch das ich mich sehr geborgen gefühlt habe. Und die schönen Wandertage. Letztens habe ich meine Schwiegermutter gefragt was sie so am 01.Mai machen wollen. Da sagte sie: "Das wissen wir noch nicht aber früher zu DDR Zeiten wußten wir es ganz genau, wir waren immer marschieren." Der Zusammenhalt war früher enorm. Da ich bald auch Nachwuchs bekomme, wünsche ich mir manchmal das, das Kind auch so aufwachsen könnte wie ich. Ich bin wirklich sehr sehr glücklich, daß ich diese Zeit noch mit erleben durfte. Also Lehrer möchte ich heut zu tage nicht sein. Die leben fast gefährlicher als Polizisten. Nun ich würde noch mehr schreiben wollen aber dann wird man ja nicht fertig mit lesen. Wieviel schlechtes gab es denn in der DDR? Liebe Grüße von Jaqueline damals Juri-Gagarin-POS in Lindstedt.

damals Pionier in Lindstedt, Bezirk Magdeburg - heute Lindstedt, Sachsen-Anhalt


99) Doreen (26) schrieb am 13.5.2003


Ich bin im Rahmen meiner Recherchen für meine Diplomarbeit auf diese Seite gestoßen. Ich versuche herauszufinden, ob sich in den Biographieverläufen der DDR-Jugendlichen der Alterskohorte 1970-ca.1979/80 bestimmte Gemeinsamkeiten feststellen lassen, die vielleicht einen repräsentativen Charakter entwickeln könnten. Nicht umsonst werden die ehemaligen "Kinder der DDR" heute sehr oft von ihren Landsleuten aus dem ehemaligen "Westen" als besonders aufgeschlossen, teamfähig und umkompliziert beschrieben. Doch was ist mit unseren Zukunftsängsten? Ich für meinen Teil kann sagen, daß ich jene Gedanken, wie ich mein Leben meistern kann, wie eigentlich meine Zukunft aussieht, lange weit von mir schob. Erst in den letzten Jahren wurde mir bewußt, daß ich für die Gestaltung meines Lebens keinerlei Lenkung oder Hilfe erwarten kann, ich fühlte mich in der Pionierorganisation seinerzeit sehr geborgen, beschützt und immer als Teil eines Ganzen. Ich war 12, als es das alles plötzlich nicht mehr gab, aber es war mir einfach nicht bewußt. Ich war viel zu sehr mit der Konsumierung des Neuen beschäftigt, um das, was ich, was alle Pioniere und FDJler verloren hatten, zu vermissen. Heute vermisse ich die Pioniere, wenn ich ehemalige Lehrer auf der Strasse treffe, wenn ich mit Gleichaltrigen in Erinnerungen schwelge. Vor kurzem schaute ich mir "Good-bye Lenin" an, ein paar Reihen vor mir im Kino saß mein Musiklehrer von früher, dessen Schulchores Mitglied ich damals war. Er hat unsere Schule gleich nach dem Mauerfall verlassen, ist Politiker geworden- wie sehr ich ihn vermißt habe, wurde mir erst an jenem Abend im Kino klar, als ich mich an unsere vielen Chorauftritte und die alten Lieder erinnerte, grenzenlos habe ich ihn bewundert, meinen Musiklehrer..

damals Pionier in Niederorschel, Bezirk Erfurt - heute Niederorschel, Thüringen


100) Chris (23) schrieb am 15.5.2003


Hallo, ja, ich kann nur sagen, mir und soweit ich weiß, auch meiner Familie ging es gut. Damals in der DDR. Ich habe zwar auch nur meine frühe Kindheit in der DDR verlebt, aber ich kann mich größten Teils nur an gute Dinge erinnern. Ich hatte immer zu essen und zu spielen. Wir waren zwar nicht so verwöhnt wie heute, aber das hatte doch auch sein gutes, oder nicht? Wir wußten die Dinge wenigstens zu schätzen. Wohnungen waren billig und jeder hatte eine. Und Arbeitslosigkeit gab's auch kaum. Wir hatten damals richtig Glück. Meine Schwester hat eine Körperbehinderung. Mein Vater hat damals eine Behindertengerechte Wohnung bekommen für ca. 80M. Das muß man sich mal vorstellen. Die Wohnung ist ca. 86m² groß. Heute wohnt er immer noch da und bezahlt 500 EUR. Aber es gab auch schlechte Seiten: Zum Beispiel hat die DDR lieber staatliche Einrichtungen für Kinder vorgesehen als die leiblichen Eltern. Ich wurde damals von meiner Mutter weggeholt und in ein Heim gesteckt. Was auf einer Seite gut war, da meine Mutter sich nicht um mich gekümmert hat, da war ich gerade mal 6 Jahre alt. Aber anstatt mich in ein Heim zu bringen, hätten die mich doch zu meine Vater bringen können. Aber die haben sich einfach geweigert. Mein Vater mußte um mich kämpfen und hat im Endeffekt nur gewonnen, weil 1998/90 das Heim geschossen wurde. Da erst durfte ich wieder nach Hause. Aber ich hatte Glück im Unglück. Ich habe ein gutes Heim erwüscht, wo (fast)alles ohne Schläge ging. Da gibt's immer ein paar Ausnahmen. Und weiß Gott, es gab noch schlimmere Heime. Auch haben die Lehrer damals noch gerne Schläge ausgeteilt. (?) und hab ich ja ne ganze Menge geschrieben. Eines noch zum Abschluß: Dennoch fand ich die Zeit meiner Kindheit schön. Trotz Heimerfahrung habe ich eine glückliche und behütete Kindheit verlebt, ich war auch gern Jungpionier und hatte mich schon richtig auf das Thälmanntuch gefreut, aber leider nicht mehr erhalten.

damals Pionier in Prenzlau, Bezirk Potsdam - heute Prenzlau, Brandenburg


^ nach oben   dirkswebwelt.deam    Besucher    email kontakt    i impressum    ? inhalt

 i Rechtliche Hinweise
Nutzungsrecht für die bereitgestellten Informationen dieser Webseite:
Der Nutzer erhält das Recht zum privaten Gebrauch gemäß dem Urheberrechtsgesetz.
Eine Verwertung von Informationen auf dieser Webseite ist ohne schriftliche Zustimmung nicht zulässig.
Jegliche Entnahme von Inhalten in Enzyklopädien (z.B. Wikipedia) bzw. Webseiten jeglicher Art ist nicht gestattet!